Was bezahlt ihr da eigentlich?

Das fragt ihr euch bestimmt und denkt euch im ersten Moment: „So einen Job hätte ich auch gerne.“

Es wird viel diskutiert, viel darüber nachgedacht und vor allem wird viel recherchiert.

Aber die richtige Antwort auf die Frage „Was kostet ein Hochzeitsfotograf“ gibt es eigentlich nicht. Denn der Preis zeigt eine Leistung von einem Fotografen.

Ständig sehe ich Beiträge in diversen Hochzeits-Communities oder in Foren zu dem Thema was so eine Hochzeitsreportage kostet.

Aber eines kann ich euch sagen: der Preis ist ein schlechtes Vergleichskriterium. Dieser hat in den meisten Fällen nichts mit der Qualität oder der Leistung zu tun. Ein Tagespaket ist also nicht gleich ein Tagespaket. Viel mehr stecken noch einige andere Sachen dahinter, wie zum Beispiel die Preiskalkulation:

  • Ist der Workflow auf Datensicherung ausgerichtet?
  • Wird mit sicherem Equipment oder Ersatzkameras gearbeitet?
  • Welcher Aufwand steckt in der Nachbearbeitung?
  • Passt die Arbeitsweise zu eueren Ansprüchen?
  • Bliebt der Fotograf auch dann bei euch, wenn ein besseres Angebot lockt?
  • Und es gibt noch so viele Fragen mehr zu der Preisgestaltung.

Die richtige Frage sollte eher lauten: Wie viel möchte Ich in meine Erinnerungen an diesem einmaligen Tag investieren und kann ich meinem Fotografen vertrauen?

Den richtigen Hochzeitsfotografen finden

Wenn also der Preis nicht das erste Kriterium ist, wie sollte ich dann auf die Suche nach dem richtigen Hochzeitsfotografen gehen?

Ihr durchsucht also Instagram, googlet ein bisschen und findet dann einen Fotografen dessen Portfolio euch zusagt. Schaut euch das Portfolio an, denn nicht nur die Farben, sondern auch die Erzählweise der Bilder sollte euch gefallen.

An erster Stelle sollte euch also die Arbeit des Fotografen zusagen. Erst im nächsten Schritt prüft man ob das Ganze im Budget liegt.

Das ist etwas zeitaufwendig, aber es lohnt sich. Wichtig ist auch ein Treffen mit dem Fotografen, oder ein Gespräch via Skype. Denn nicht der Preis entscheidet, sondern die Sympathie. Fühlt ihr euch mit dem Fotografen unwohl, wird sich das auch auf den Bildern wiederspiegeln. Beide Parteien sollten gut zusammenpassen. Dann läuft das Ganze von alleine.

Was bezahlt ihr da eigentlich

Früher war der Hochzeitsfotograf oftmals ein Freund der Familie, der die Begleitung übernommen hat. Er hat bestimmt auch eine gute Kamera gehabt und konnte auf den Auslöser drücken – super. Das hat dann vielleicht so um die 250€ gekostet und war bestimmt auf seine weise angemessen oder ein schönes Geschenk. Jedoch sind diese Bilder meistens eher „geknipst“ als das sie eine Geschichte erzählen.

Eine echte Hochzeitsfotografin besitzt das Gespür für Licht, Bildaufbau und den wirklich echten Moment. Sie kann sofort die Kamera umstellen und macht das Foto mit den richtigen Einstellungen, damit es für die Ewigkeit festgehalten wird.

Auch das Equipment spielt eine wichtige Rolle

  • Jede Technik kann ausfallen, egal wie teuer sie war. Ein professioneller Fotograf hat immer Ersatzkamera und Ersatzobjektive dabei um auf alles vorbereitet zu sein.
  • Ein Datenverlust ist unverzeihlich und deswegen wird mit doppelter Speicherkarte und doppelter Sicherung der Bilder auf dem Laptop und einem oder mehreren Backups gearbeitet
  • Die Nachbearbeitung der Fotos benötigt einen Leistungsstarken Computer und immer aktuelle Software
  • Die Fotografin ist nicht nur Fotograf, sondern auch Sekretärin, Buchhalterin, Web-Designerin, Marketing-Experte, Hilfesteller und und und
  • Die Fotografin ist immer dabei sich weiterzubilden um Bildsprache, Equipment und CO zu verbessern
  • …. Und es gibt noch so viele Punkte mehr

Großer Aufwand im Hintergrund

Wie in jedem Business fallen neben der normalen Tätigkeit auch andere Kosten an, die nicht sofort ersichtlich sind. Hier gibt es das Marketing für die Website und die Social Media Auftritte, die pflege der Webseite oder des Instagram Profils. Kundengespräche werden geführt, die Zahlungseingänge verwaltet, Verträge werden erstellt und auch die Katze muss kurz mal gefüttert werden. (Die ist übrigens Ehrenamtlich tätig, ein Glück!)

Gerne stelle ich euch das ganz vereinfacht da

Beispiel für eine Hochzeitsreportage von 6 Stunden

  • 1 Stunde E-Mails nach der Anfrage (antworten, archivieren, reservieren, Terminsuche)
  • 1 Stunde für Angebotserstellung, Buchung, Auftragsbestätigung & Hochzeitsvertrag
  • 1 Stunde An- und Abfahrt zum Vorgespräch
  • 1 Stunde Vorgespräch
  • 2 Stunden An- und Abfahrt zu eurer Hochzeit
  • 6 Stunden Hochzeitsreportage am Hochzeitstag
  • 12 Stunden Bearbeitung der selektierten Fotos
  • 2 Stunden für das Hochladen der Daten auf USB-Stick & Online Galerie
  • 1 Stunde Verpackung der Fotos & Abgabe bei der Post

Ergebnis: das sind für eine 6 Stündige Hochzeitsreportage ca. 27 Stunden insgesamt. Ihr seht schon, das ist mehr als man im ersten Moment denkt.

Auch kommen noch Finanzamt, Handwerkskammer, Versicherungen und Co. Dazu 😊

(Und bitte die Katze nicht vergessen, auch wenn sie Ehrenamtlich arbeitet bekommt sie viele Extras haha)

Schlusswort:

Die Zeit, die ein Hochzeitsfotograf kalkuliert, ist Zeit für euch und euren großen Tag und eure persönliche Betreuung.  Natürlich sollte der Preis in euer Budget passen, aber viel wichtiger als der Preis ist wirklich das Verhältnis zwischen euch und dem Fotografen. Passt das nicht, bringt das beste Equipment, die teuerste Party und die beste Location nichts. Die Fotos werden einfach unpersönlich und austauschbar.

Aber das möchte ich nicht! Ich möchte das die Bilder so einzigartig und individuell wie ihr sind und das macht mich glücklich.

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